Lisa Hofmaninger - Saxophone :: Bass Clarinet

Lisa Hofmaninger & Margret Kreidl:

Das Echo ist rot

Lisa Hofmaninger antwortet mit ihren Kompositionen auf die Gedicht-Gedichte von Margret Kreidl.
Die sieben Buchstaben des Wortes G-E-D-I-C-H-T hat die Autorin verwendet, um eine Serie von Akrostichen zu schreiben. Mit dieser formalen Vorgabe nimmt die Schriftstellerin eine Tradition des Regelgedichts auf, das Spiel mit dem Akrostichon, das schon in der Antike gepflegt wurde und im Barock die schönsten Blüten getrieben hat. Lisa Hofmaninger nimmt mit ihren Kompositionen die Tradition der Akrostichon-Vertonungen auf und arbeitet als Jazz-Musikerin mit der Spannung von Regel und Spiel. Wie sich poetisches Sprechen im Gedicht aussagt, findet in ihren musikalischen Miniaturen eine Antwort, ein Echo, eine Erweiterung. Die Komposi­tionen öffnen den Raum des einzelnen Gedichts und stellen gleich­zeitig einen Resonanzraum zwischen den Gedichten her. Die Musik bewegt sich zwischen strenger Komposition und freiem Spiel. In diesem Da-Zwischen kann sich ein Paradox entfalten: Die Freiheit in der Regel wird hörbar.
Durch die gemeinsame Arbeit, den Austausch und das Zusammen­spiel im Auftritt machen Komponistin und Dichterin auch den ursprünglichen Sinn von Lyrik wieder erfahrbar: Gedicht und Musik gehören zusammen.

Besetzung

Margret Kreidl – Stimme und Text
Lisa Hofmaninger – Bassklarinette, Sopransaxophon und Komposition

Margret Kreidl

Margret Kreidl

Margret Kreidl geboren 1964 in Salzburg, lebt als freie Schriftstellerin in Wien. Lyrik, Prosa, Theaterstücke, Libretti und Hörspiele, Textinstallationen. Lehr­beauftragte am Max Reinhardt Seminar.
Hörspiele seit 1989, zuletzt: Eine Schwalbe falten, Musik: António Breitenfeld Sá Dantas, ORF 2017; portugiesische Erstsendung: Dobrar uma Andorinha, Antena 2, 2018; Gesellschaft im Kasten, ORF 2019.
Aufführungen, seit 1990, zuletzt: Dankbare Frauen. Komödie, ins Hebräische übersetzt von Yotam Benshalom, Tel Aviv University 2015; Eine Schwalbe falten. Monolog, Kabinetttheater Wien 2015; Grinshorn et Wespenmaler. Drames patriotiques, ins Französische übersetzt von Nathalie Quintane, Centre Dramatique National de Montpellier 2016.
Veröffentlichungen seit 1995, zuletzt: Zitat, Zikade. Zu den Sätzen, Edition Korrespondenzen 2017; Hier schläft das Tier mit Zöpfen. Gedichte mit Fuß­noten, Berger Verlag 2018; Plier une hirondelle, ins Französische übersetzt von François Mathieu, Les Inaperçus, Tours 2020.
Zahlreiche Stipendien und Preise, zuletzt: Elias Canetti Stipendium der Stadt Wien, 2016; Robert-Musil-Stipendium, Bundeskanzleramt 2017; Outstanding Artist Award für Literatur, Bundeskanzleramt 2018.

Foto: Lucas Cejpek

www.literaturport.de/Margret.Kreidl



Lisa Hofmaninger

Lisa Hofmaninger

Lisa Hofmaninger geboren 1991 in Vöcklabruck bewegt sich als Saxophonistin, Bassklarinettistin und Komponistin in verschiedensten Formationen und unterschiedlichsten Stilrichtungen. So stehen bei „chuffDRONE“, dem „DUO hofmaninger/schwarz“ und dem Duo mit dem Pianisten Alexander Fitzthum Eigenkompositionen und Improvisationen im breiten Feld des zeitgenössischen Jazz im Vordergrund. In ihrem Projekt „First Gig Never Happened“ stehen hingegen ausgefeilte Eigenarrangements von Thelonious Monk, Charles Mingus und neuerdings Miles Davis auf dem Programm.
Doch auch in größeren Formationen, wie dem gemeinsam mit Judith Schwarz und Matteo Haitzmann gegründeten 13-köpfigen Kollektiv „Little Rosies Kindergarten“, dem Vienna Improvisers Orchestra, dem Orjazztra Vienna unter der Leitung von Christian Muthspiel, Gina Schwarz’ Pannonica sowie in interdisziplinären Produktionen mit SchauspielerInnen und TänzerInnen („Toxic Dreams“, „swaying“,...) wirkt und wirkte sie mit.
Rege nationale und internationale Konzerttätigkeit, wie: Moers Festival 2019, Jazz & Wine Of Peace Cormons 2019, Jazz In The Native Yards Cape Town 2019, Südtirol Jazzfestival Alto Adige 2019, Jazzfestival Saalfelden 2018, İzmir European Jazz Festival 2018, Festival Internacional Buenos Aires Jazz 2017/2019, 12points Festival 2017 in Aarhus, Kick Jazz 2016/ 2017 im Porgy & Bess, Jazz in the ruins 2016 in Polen, Jazz & The City Salzburg 2014/2017/2019.
Stipendien und Preise: Marianne Mendt Jazznachwuchsförderung 2011, Bawag P.S.K. Next Generation Jazz Award 2013 mit „chuffDRONE“, NASOM Förderprogramm 2018/19 mit „First Gig Never Happened“, 2020/21 mit DUO hofmaninger/schwarz, Startstipendium für Musik 2019 des Bundeskanzleramt.

Foto: Elmar Petzold

www.lisahofmaninger.com


Höreindrücke